Donnerstag, 31. Juli 2014

Ende

Ich habe in letzter Zeit viele E-mails und auch Narichten bekommen, darüber das ich wieder mehr bloggen soll, wie es mir geht oder ob ich überhaupt noch am Leben bin. Ich muss zugeben, ich hab das bloggen sehr vernachlässigt, was daran liegt das mir das Schreiben nicht mehr hilft. Ich habe geschrieben weil es mir geholfen hat zu verarbeiten oder mit den Ereignissen klarzukommen. Dies ist jetzt nicht mehr der Fall, es hilft mir nicht mehr und ich kann auch nichts mehr in Worte fassen. Ich werde den Blog nicht löschen, aber ich denke es werden auch keine Posts mehr kommen. Ein paar liebe Menschen meinten ich solle ihn offen lassen damit sie sich immer wieder meine Texte durchlesen könnten und das werde ich auch tun. Vielleicht werde ich ja irgendwann wieder anfangen hier Texte zu posten, keine ahnung. Ich hoffe euch gehts allen gut und mit vielen von euch hab ich auch über e-mail kontakt und wer meine e-mail noch möchte soll mir einfach schreiben.
Damit ist so ziemlich alles gesagt.

Mittwoch, 2. Juli 2014

"Niemand kann sehen, wie das Ende beginnt"


Die Musik wird immer lauter in meinen Ohren, alle sind betrunken, tanzen in unterschiedlichen Rhythmen. Es ist ihre einzigste Möglichkeit dem Druck der Realität zu entfliehen. Meine Freundin neben mir scheint auch schon ganz weggetreten zu sein denn sie kann kaum noch ihre Augen aufhalten. Ich sehe zu einem Freund von mir hinüber und gebe ihm ein Zeichen das er auf sie aufpassen soll ehe ich aufstehe und durch das Haus laufe. Ich werde in mehrere Gespräche verwickelt von denen die meisten nicht mehr als aus ein paar gemurmelten Worte bestehen. Irgendwann lasse ich mich einfach auf den Boden sinken und schließe die Augen. Versuche alles auszublenden. Keine Ahnung wie spät es ist, längst nach Mitternacht. Irgendwann merke ich wie mir jemand durch mein Haar streicht doch ich gehe nicht darauf ein. Irgendwann verschwindet die Berührung und ich schlage die Augen auf. Irgendwie bin ich überhaupt nicht geschockt darüber das er vor mir steht. Die Party besteht hauptsächlich aus den gleichen Leuten wie letztes Mal. „Du wirst Schmerzen haben und ich werde sie genießen“ sagt er leise aber nicht wirklich an mich gewandt und als er meinen geschockten Gesichtsausdruck bemerkt weiten sich seine Augen ein kleines bisschen. „Aber es wird dir helfen das verspreche ich dir“ Er lächelt ein wenig doch es entsteht eher eine Art Grimasse. Ich entziehe ihm meinen Arm und er zuckt kurz zusammen als hätte ich ihn geohrfeigt. „Nathan hat das immer geholfen“ jetzt ist seine Stimme kalt. „Ich kann mir nicht vorstellen das Nathan so etwas zugelassen hätte“ meine Stimme ist tonlos, dennoch merke ich wie ich kurz davor bin die Nerven zu verlieren. Nicht wegen des vielen Alkohols und auch nicht wegen des vielen Lärms und den tanzenden und betrunkenen Leuten um uns herum sondern wegen der Verlockung. Was wenn es wirklich hilft? Was wenn er die Wahrheit sagt in Bezug auf Nathan? Was wenn ich dadurch Nathan wieder näher komme. „Ich weiß du würdest alles dafür tun“ sagt er als hätte er meine Gedanken gelesen. „Du hast alle Zeit der Welt. Denk einfach darüber nach“ fügt er noch hinzu und lässt sich neben mich sinken. Er scheint auch nicht mehr ganz da zu sein doch ich denke, in dem Zustand ist er am ehesten er selbst. „Wieso?“frage ich ihn nach einer Weile während ich den Leuten zusehe wie sie immer weiter tanzen und sich den Verstand zudröhnen. „Ich will nicht mehr das du so bist und ich denke das ist die einzigste Möglichkeit das in den Griff zu kriegen“ kurz wende ich ihm meine ganze Aufmerksamkeit zu. „Niemand sonst weiß es oder?“ er sieht mich kurz überrascht an. Ich schüttle kurz den Kopf. „Ich kann dich wieder hinkriegen“ ein kleines Lächeln schleicht sich auf sein Gesicht. Eine ganze Weile lang sehe ich ihn nur an bis die anderen kommen und uns mit auf die Tanzfläche ziehen wo wir alles vergessen aber vor allem uns selbst.

Sonntag, 2. Februar 2014

ich seh dich an und du bist mir so fremd als hätte ich dich noch nie gesehen

Spüre eine Hand auf meinem Knie welche immer höher wandert. Schließe einfach die Augen. Will nichts mehr sehen. Höre Stimmen die ich nicht hören will. Versuche sie auszublenden. Eine Hand an meiner Wange. Schlage die Augen auf. Sehe ihr Gesicht vor mir. Sie lächelt mich an und sie sagt etwas doch ich verstehe kein Wort. Strenge mich an etwas zu hören, verstehe nur Bruchstücke und mit einem mal sieht sie besorgt aus. Ihr Gesicht verschwimmt immer mehr vor mir. Irgendwann ist eine Hand in meiner. Werde mitgezogen. Stolpere. Mein Kopf schlägt gegen irgendwas hartes. Jemand neben mir. Irgendetwas läuft an meiner Wange hinunter. Komischer Geschmack im Mund. Werde wieder hochgezogen. Irgendwelche Arme um mich. An meiner Hüfte. Will nicht angefasst werden. Überall Stimmen. Ein paar kommen mir bekannt vor. Hören sich besorgt an.
Irgendwann ist alles schwarz und ich weiß das ich wieder in dieses Loch gefallen bin aus dem ich eigntlich raus war.

Donnerstag, 23. Januar 2014

if you listen closely you can hear me not caring

Spüre meine Hände schon gar nicht mehr, sind durch die vielen Schläge gegen die Tür taub geworden. Höre Stimmen draußen, irgendjemand schreit etwas, kann nicht verstehen was genau weil ein permanentes Rauschen in meinen Ohren ist. Irgendwann ist alles still, nur noch meine Schläge gegen die Türe sind zu hören. Sacke irgendann zusammen, Tränen laufen mir die Wange hinunter, höre mein Handy die ganze Zeit vibrieren doch eigentlich auch alles egal. Kann nur an dich denken. Wünschte mein Körper würde taub werden doch stattdessen breitet sich ein feiner Schmerz aus der mich nicht atmen lässt. Wiege mich immer wieder vor und zurück, kneife meine Augen zusammen, ganz fest, als könnte ich von hier wegkommen doch alles bleibt wie es ist. Alles bleibt wie es ist und dennoch verändert sich alles und mir wird klar, dass das alles eigentlich schon längst zu Ende sein müsste.

Sonntag, 5. Januar 2014

"Hast du Angst?" kurz hebe ich den Blick um in deine Augen zu sehen. Frage mich, warum du das ausgrechnet jetzt sagst. Als könntest du deine Worte nicht ein andermal aussprechen zu einem besseren Zeitpunkt. Ich zucke nur mit den Schultern, denn wenn ich jetzt den Mund öffnen würde, würde nichts herauskommen außer verworrene Worte die niemand versteht. Du schließt kurz deine Augen, atmest tief durch als sei dir schwindelig. "Ich hab oft Angst" du fährst dir nervös mit einer Hand durch die Haare, wendest aber keine Sekunde deinen Blick von mir ab. Du siehst mich eigentlich immer an. Egal bei was. Sachte und so das du es siehst nehme ich deine Hand und streiche über deine Narben. "Du brauchst vor nichts Angst haben" sage ich doch kann dir dabei nicht in die Augen sehen. Du lachst bitter auf und schüttelst den Kopf als würde ich nichts von dem was du sagst verstehen. "Ich hab nur dich weißt du" du entziehst mir grob deine Hand. "Du hast alle aber ich hab nur dich". Du stehst auf und läufst aufgebracht durch mein Zimmer und ich sehe dir nur dabei zu weil ich nicht weiß was ich sagen oder tun soll. Dein Blick wird hektisch und du kneifst deine Augen ganz fest zusammen und ich weiß dass das nichts gutes bedeutet. Ohne darüber nachzudenken schlinge ich meine Arme um dich und nachdem du dich ewig lange dagegen gewehrt hast lässt du es zu. Fällst praktisch in dich zusammen. "Ich bin doch da" flüstere ich leise und du krallst deine Hände fest in meine Hüfte, schüttelst nur den Kopf. "Es zählt nicht ob ich wen anders noch habe, Nathan" Weiß gar nicht ob du mir überhaupt zuhörst, ob du mich überhaupt hören kannst doch ich rede trotzdem weiter. "Du bist immer über allem okay?" Ich schiebe dich sachte von mir weg um dein Gesicht sehen zu können. Dein schönes Gesicht ist schmerzverzerrt und ich streichle deine Wange solange bis du die Augen aufmachst. "Okay?" frage ich nochmal und du versuchst mich anzulächlen und auch wenn es fehl schlägt, bringt es mich zum lächlen. "Okay" erwiderst du obwohl wir beide eigentlich wissen das nichts auch nur ansatzweise okay ist.